Stricken beginnt immer mit einer Schlaufe. Bevor die Linie Garn sich in Akkordarbeit in eine Fläche verwandelt, wartet am Anfang die Schlaufe darauf, zu erfahren, was aus ihr wird. Sie gibt zwar noch keine Form vor, doch verrät durch ihre materiellen Eigenschaften schon einiges über die Haptik, die Beweglichkeit und den Rhythmus, der folgen wird.
Dem Rhythmus lauschend folge ich den gestrickten Reihen zurück in verschiedene historische Momente der Textilen Handarbeit. Dabei geht es vor allem darum, die Räume zwischen den gestrickten Reihen nach Spuren zu befragen, die uns etwas über die sozialen, symbolischen, ökonomischen aber auch die materiellen Bedeutungen des Strickens verraten.