Bestiariə ist eine Forschung, die das mittelalterliche Bild des Bestiariums nutzt, um die Klassifikationslogiken zu analysieren, die noch heute in Schulen und der Gesellschaft wirken. Die Arbeit kritisiert die Tendenz, die Komplexität des Lebens in feste, hierarchische Kategorien zu verwandeln, ähnlich wie ausgestopfte Tiere, und schlägt stattdessen eine Pädagogik der Sensibilität vor. Durch einen Ansatz, der kritische Theorie, Ökologie und persönliche Erzählungen verbindet, lädt die Thesis dazu ein, von einem distanzierten Wissen 'über' Dinge zu einer bewohnten Beziehung 'mit' den Dingen überzugehen. Ziel ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, die Komplexität zu bewohnen, ohne sie zu reduzieren, und direkt auf die konkreten Bedingungen zu reagieren; in der Erkenntnis, dass das Leben immer wilder ist als jeder Katalog.