«Die Bluthündin» erzählt von einer Protagonistin, deren Menstruationsschmerzen ihr Leben stark einschränken. Über drei Wochen hinweg spitzt sich ihre Not so weit zu, dass sie beginnt, eigenständig nach Linderungs- und Heilungsmöglichkeiten zu suchen, um die Kontrolle über ihre Situation zurückzuerlangen. Dabei geraten die Grenzen zwischen Realität, Traum, Schmerz- und Rauschzuständen zunehmend ins Wanken.
Ausgehend von persönlichen Erlebnissen und Gesprächen mit Betroffenen von Dysmenorrhoe, Adenomyose und Endometriose sowie einer vertieften thematischen Recherche entwickelt Natacha Rothenbühler einen literarischen Text, der Schilderungen körperlicher Schmerzen und deren Auswirkungen auf die Psyche mit Reflexionen zur gesellschaftlichen Tabuisierung von Menstruation und unzureichenden medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verwebt.