DIPLOMPROJEKT
Stell dir vor du bist am Staubsaugen. Du siehst eine Spinne umgeben von Spinnweben – ja, du hast sie gesehen - kurz kommt ein Hauch eines schlechten Gewissens auf, dann schaust du weg und saugst. Erwischt?
Das Museum der Vergänglichkeiten behandelt die komplexen Themen Vergänglichkeit, Tod und Sterben. 14 Kinder aus der 1. & 2. Klasse der Schule Limmat in Zürich stellen Fragen, bespielen ihre Fantasien, erforschen Alltagserfahrungen und den gesellschaftlichen Umgang mit Verlust und Vergänglichkeit. Wer hat als Kind nicht fasziniert beobachtet, wie ein Tier vor den eigenen Augen stirbt? Wer hat ein gefundenes Insekt in einem Sarg aus einer Streichholzschachtel vergraben? Wer denkt beim Einschlafen an die Möglichkeit nie mehr aufzuwachen? Und wovor fürchten wir uns, wenn die Unausweichlichkeit so klar ist?
Im Museum der Vergänglichkeiten läuft das Publikum durch verstaubte Objekte im Dachstock und trifft dabei auf Urzeitkrebse, die skurrilsten Todesfälle der Geschichte und auf die unsterbliche Qualle Turritopsis Dohrnii. Dabei werden Fragen und Antworten der Kinder zum Thema Sterben und warum, man denn gerne unendlich lange leben würde gestellt. Und vielleicht, eventuell auch aufgeworfen, dass etwas uns alle verbindet - dass wir sterben werden und dies nicht unserer Kontrolle obliegt...
MITWIRKENDE
KLP: Christina Oertle / 1.&2. Klasse a, Schulhaus Limmat
BIOGRAFIE
Noemi bewegt sich zwischen Theaterräumen, Klassenzimmer, Bauernhöfen und Konzertkellern. Sie ist Theaterpädagogin, Performerin und ausgebildete Sekundarlehrerin. Seit 10 Jahren realisiert sie Kinder- und Jugenttheaterprojekte, organisiert Festivals und beschäftigt sich mit machtkritischen Themen rund um Bildung und Landwirtschaft. Sie philosophiert gerne mit Kindern, mag Interventionen im öffentlichen Raum und bevorzugt Probetage unter freiem Himmel. Noemi arbeitet aktuell für das Junge Theater Graubünden, im OK des Hinterhalt Festivals Uster, macht die Co-Leitung der Supervistas Luzern und ist seit vielen Jahren im Farhwerk ö! tätig.