Das Departement Kulturanalysen und Vermittlung DKV steht in einer langen institutionellen Linie innerhalb der Zürcher Hochschule der Künste. Seine Wurzeln reichen zurück zu den Anfängen der Vorgängerinstitutionen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Bereich Art Education hat sich aus den Fachausbildungen für Gestalterische Lehrpersonen, den Zeichen- und Werklehrer:innen an der Kunstgewerbeschule, der Schule für Gestaltung, der resp. der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ) entwickelt. Die gestalterische Grundlagenausbildung als Vorbereitungsklassen wurden bereits seit 1894 angeboten: der ehemalige «Vorkurs» ist im gestalterischen Propädeutikum aufgegangen, das Gewerbemuseum (heute Museum für Gestaltung Zürich) wurde 1875 gegründet. Zum Hundertjährigen Jubiläum 1978 formulierte die HGKZ ihren Auftrag als «Bilden und Gestalten für Mensch und Umwelt». Bis heute – und seit 2007 im Rahmen der neu gegründeten ZHdK – versteht das DKV künstlerische, gestalterische, pädagogische und wissenschaftliche Praxis in stetiger Beziehung zu gesellschaftlichen Entwicklungen.
Gründung und Entwicklung seit 2007
Das DKV wurde 2007 – als eines der fünf Departemente der neuen Zürcher Hochschule der Künste ZHdK – ins Leben gerufen. Zum einen versammelte das DKV Organisationseinheiten der vormaligen Hochschule für Gestaltung und Kunst hgkz: das Museum für Gestaltung Zürich, die gestalterische Vorbildung, die Lehrberufe für Bildnerisches Gestalten (heute Lehrpersonen für Bildende Kunst auf Stufe Sek II) sowie eines der ersten Forschungsinstitute an der Vorgängerinstitution das Institute for Cultural Studies in the Arts ICS. Mit der Gründung der ZHdK – und dem durch den Zusammenschluss entstehenden transdisziplinären Potenzial – wurden in der Lehre und Forschung des DKV darüber hinaus neue Programme entwickelt, welche in Nähe zu den produktionsorientierten Angeboten auf die Wechselwirkungen zwischen den Künsten und den Wissenschaften sowie die Reflexionskompetenz fokussierten. Bei seiner Gründung im jahr 2007 umfasste das DKV die folgenden Organisationseinheiten: Bachelor und Master Art Education, Master Transdisziplinarität in den Künsten sowie Z-Module als transdisziplinäre Wahlpflicht-Lehrangebote auf Bachelor-Stufe (mit der Einführung des neuen Studienmodells eingestellt). In der Forschung das Institute Art Education, das Institute for Cultural Studies in the Arts und das Zentrum für Kulturrecht (ab 2010 im Rektorat). Im Nichtfachhochschulbereich den Bereich Vorbildung mit dem gestalterische Propädeutikum und die Weiterbildung (später als Zentrum Weiterbildung geführt), sowie das Museum für Gestaltung Zürich.
Im Jahr 2010 bewilligte der Fachhochschulrat den neuen Forschungsschwerpunkt Transdisziplinarität, dem DKV wurde neu das Institut für Theorie (heute Ästhetische Theorie) zugeordnet. Ab 2008 betrieb das DKV die Research Unit Creative Industries und den Incubator und veröffentlichte regelmässig Kreativwirtschaftsberichte, die Einheit wurde 2019 ins neu gegründete Zurich Centre for Creative Economies ZCCE überführt (seit 2021 im Rektorat). Ab 2017 wurden drei PhD-Programme von Swissuniversities gefördert: Transdisciplinary Artistic PhD, Fachdidaktik in Kunst und Design und Epistemologien ästhetischer Praktiken. Der Fachhochschulrat löste 2018 die Institute auf, seither bestehen die vier Forschungsschwerpunkte: Art Education, Ästhetik, Kulturanalysen in den Künsten und Transdisiplinariät.
Mit der Einführung des neuen Studienmodells wurden der Studiengang Cultural Critique gegründet, der die beiden Majorprogramme Curatorial Studies und Kulturpublizistik umfasst (vormals zwei Vertiefungen im Master Art Education), und das neue Majorprogramm Critital Social Practice in Art Education, dazu betreibt das DKV 19 Minorprogramme.