Dossier Forschung



«Die enge Zusammenarbeit von Forschungsmanagement und Forschenden in den Departementen zahlt sich aus: Die ZHdK verzeichnet seit mehreren Jahren eine stabile Einwerbung von Drittmitteln für Forschungsprojekte.»

Dr. Beate Böckem, Leiterin Geschäftsstelle Forschung (links), Marijke Hoogenboom, Leiterin Dossier Forschung

Meilensteine 

2025 liefen an der ZHdK rund 84 Forschungsprojekte, wovon 21 neu gestartete Vorhaben sind. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) sprach der ZHdK die Förderung von acht weiteren Projekten zu. Insgesamt publizierten 152 Forschende im Berichtsjahr 97 wissenschaftliche und künstlerische Beiträge. Zudem fanden 83 Symposien und Tagungen sowie 41 Veranstaltungen zur Präsentation von künstlerischen Forschungsergebnissen statt. Das ist ein eindrücklicher Nachweis für die Vielfalt und Sichtbarkeit der ZHdK Forschung. 

Die ZHdK hat ihr internationales Netzwerk weiter ausgebaut. Sie wurde als Full Individual Member in den EUA Council for Doctoral Education (EUA-CDE) aufgenommen. Der EUA-CDE ist Teil der European University Association (EUA) und das grösste europäische Netzwerk für Doktorats- und Forschungsausbildung mit über 260 Mitgliedsinstitutionen in 38 Ländern. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) hat die ZHdK zudem einen Action Plan erarbeitet, der konkrete Schritte zur Weiterentwicklung von Forschungsbewertung und Qualitätssicherung formuliert.

Auch auf europäischer Ebene engagierte sich die ZHdK aktiv: Sie unterstützte die ELIA-Kampagne «Leaping Beyond the Now», die sich für eine stärkere Verankerung der Künste in der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung einsetzt. Beate Böckem, Leiterin der Geschäftsstelle Forschung, und Florence Balthasar, Leiterin der Geschäftsstelle Internationales, vertraten die ZHdK in der ELIA-Taskforce, die das Positionspapier zur Zukunft der EU-Forschungsförderung erarbeitete. Damit trägt die ZHdK zur europäischen Diskussion über die Rolle der Künste in Forschung und Innovation bei.

In den Jahren 2024/2025 war die ZHdK durch ihre Erfahrungen bei der Federführung des hochschulweiten Projekts «Zukünftige Forschungsorganisation ZHdK (ZFO)» im Projektlead der Ad-hoc-Gruppe «Hochschulentwicklung» des Wissenschaftsverbunds Vierländerregion Bodensee. Diese setzte sich zum Ziel, die Organisationsentwicklung an den Hochschulen des Verbunds zusammenzubringen. Ein inhaltlich-strukturelles Mapping bietet eine Übersicht über die aktuellen Strukturen zu den Expertisen an den beteiligten Hochschulen. In der nächsten Projektphase wird die Universität Konstanz den Lead übernehmen. 

Im Projekt «CUBE | Gesellschafts- und Politikberatung für die Vierländerregion Bodensee» wurde eine Plattform entwickelt, die das Netzwerk des Wissenschaftsverbunds Bodensee mit innovativen Austauschformaten verbindet. Ziel ist es, den kollaborativen Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Politik und Gesellschaft zu fördern. Der CUBE ist im Wissenschaftsverbund verankert und unterstützt regionale Akteurinnen und Akteure bei der Lösung gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen.

Die ZHdK verzeichnet seit mehreren Jahren eine stabile Einwerbung von Drittmitteln für Forschungsprojekte. Diese Entwicklung basiert auf der engen Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsmanagement und den Forschenden in den Departementen. Gemeinsam entwickelte Strukturen und Strategien stärken die Forschungsleistung und zeigen nachhaltige Wirkung.

Im Berichtsjahr wurde ein interner Entwicklungsplan für den PhD-Bereich der ZHdK erarbeitet. Darin definieren die Departemente inhaltliche Schwerpunkte, Strategien und Synergien, abgestimmt auf die Gesamtentwicklung der Hochschule. Der Entwicklungsplan verbindet Nachwuchsförderung, Forschungsorganisation und Ressourcenplanung und wird im Fünfjahresrhythmus fortgeschrieben.


Ausgezeichnet 

Dr. Beate Böckem, Leiterin der Geschäftsstelle Forschung der ZHdK und Mitglied der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), wurde 2025 als Repräsentantin für die Mitarbeit am Mehrjahresprogramm 2029–2032 des SNF gewählt. In dieser Funktion übernimmt sie die Rolle als eine der beiden Hauptrepräsentanten der Delegiertenversammlung. Die ZHdK wird zudem durch Prof. Dr. Anna Lisa Martin-Niedecken, Leiterin des Instituts für Designforschung, im Forschungsrat des SNF vertreten. Damit ist die ZHdK erstmals gleichzeitig in mehreren strategischen Gremien und Arbeitsgruppen des SNF vertreten. Ein wichtiger Schritt für die Sichtbarkeit und Mitgestaltung künstlerischer Forschung auf nationaler Ebene. 


Ausgewählte Forschungsprojekte

84 Projekte wurden an der ZHdK bearbeitet, davon konnten rund 40 Prozent abgeschlossen werden. Realisiert wurden sie von über 150 Personen mit 140 nationalen und internationalen Kooperationspartnerinnen und -partnern.

Bewilligte Forschungsprojekte 2025 Forschungsprojekte der ZHdK reichen vom Design bis zu den Künsten. Ausgewählte Projekte werden über zahlreiche Kanäle, unter anderem in den ZHdK News regelmässig vorgestellt.
→ Zu den News aus der Forschung 


Veranstaltungs-Highlight  

Im November 2025 fand der Research Day statt – ein Tag ganz im Zeichen des Forschens, Vernetzens und Austauschs. Den Auftakt bildete der International Research Funding Lunch zum Thema «Projektmanagement in internationalen Forschungsprojekten». Isabel Oostvogel vom Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee präsentierte ein eigens entwickeltes Toolkit, das Forschende in allen Phasen internationaler Projekte unterstützt – von der Planung über die Steuerung bis hin zur Umsetzung. Es bietet praxisnahe Antworten auf zentrale Fragen der internationalen Zusammenarbeit und Projektorganisation. Anschliessend diskutierten ZHdK Forschende in einem Podium ihre Erfahrungen aus internationalen Projektvorhaben und den Aufbau nachhaltiger Netzwerke. Der zweite Teil des Tages stand ganz im Zeichen des Austauschs: Forschende trafen sich zu informellen Gesprächen, begleitet von Einblicken in aktuelle Forschungsprojekte, einer Tombola und ausgestellten Artefakten. Den feierlichen Abschluss bildete der PhD Graduation Day mit Präsentationen und einer Ausstellung der kürzlich abgeschlossenen Doktoratsprojekte. 

Auch 2025 durfte die ZHdK Forschung internationale Gäste willkommen heissen. Bei Site Visits u.a. von der University of the Arts London (UAL), der Kunstuniversitäten Linz und Graz sowie der Akademie der bildenden Künste Wien und Estonian Academy of Arts Tallinn entstanden wertvolle Einblicke, Gespräche und neue Perspektiven für die Zukunft. 


Weiterlesen 

→ Mehr über die Highlights der Forschungseinheiten, ihre Forschungsprojekte, Publikationen und Veranstaltungen im Forschungsbericht 2025
Output-Verzeichnis 2025
→ Zu den DIZH-Projekten der ZHdK 


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