Vom 24. bis 30. Juni trafen sich die Studierenden von 18 Theaterhochschulen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Gastgeberin war dieses Jahr die Universität für Musik und Darstellende Kunst Max Reinhardt Seminar in Wien. Schauspielstudierenden der Zürcher Hochschule der Künste erhielten den Ensemblepreis für das Stück "Bluthochzeit".
Sich auszutauschen, zu präsentieren und den gegenwärtigen Ausbildungsstand zur Diskussion zu stellen war das Credo des diesjährigen Theatertreffens in Wien. Während einer Woche durften sich alle 18 Theaterhochschulen mit einem Projekt präsentieren. Gewürdigt wurden in erster Linie die Leistungen der Ensembles.
Die Schauspielstudierenden der Bachelor-Abschlussklasse der Zürcher Hochschule der Künste haben überzeugt. Mit dem Stück "Bluthochzeit" unter der Regie von Martina Eitner-Acheampong erhielten Sie den mit 4000 Euro dotierten Ensemblepreis für ihre Leistung. Die Laudatio von István Szábo, Filmregisseur und Dozent, fiel entsprechend lobend aus:
Der dritte Ensemblepreis in Höhe von 4000 Euro geht an die Zürcher Hochschule der Künste für "Bluthochzeit". Es war eine wunderbare Gruppenarbeit, in der wir auch einzelne schauspielerische Leistungen und Persönlichkeiten sehen konnten, also lebendige Gesichter. Ich erinnere mich an alle Gesichter. Es ist auch deshalb so großartig gewesen, denn manchmal sieht man - ehrlich gesagt - nur Regiearbeiten mit Theorien, die auf den Schultern der Schauspieler sitzen und die manchmal schwer daran zu tragen haben. Aber wie wir von Goethe schon gehört haben: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum." In diesem Sinn haben wir richtiges Leben gesehen.
Zum Theaterstück "Bluthochzeit":
Die Tragödie "Bluthochzeit" von Federico Garcia Lorca bietet eine hochdramatische Untersuchung zum Thema Vernunft (überkommene Regeln) vs. Gefühl (authentische Liebe). Obwohl er seine Geschichte in einer bäuerlich-archaischen Welt entfaltet, sind die Themen heutige: wie man zu sein hat, was Schönheit ist, was Liebe bedeutet wie man leben soll, was Erfolg ist usw. Für die jungen Schauspielstudenten sind diese Fragen für ihren künftigen Beruf elementar. Der Kampf der Figuren im Stück um ihren Lebensstil und das Entdecken der Studenten, dass ihr persönliches Erleben bei der Gestaltung der Charaktere von zentraler Bedeutung ist, ist ein wichtiges Element dieser Arbeit.
Regie: Martina Eitner-Acheampong, Bühnenbild: Jan Steigert, Kostüme: Yvette Schuster, Regieassistenz: Zita Signer, Technische Leitung: Istvan Major | Licht: Götz Dihlmann, Ton: Carlo Raselli | Video: Michel Weber, Textrechte: Suhrkamp Verlag GmbH & Co KG, Berlin
Sich auszutauschen, zu präsentieren und den gegenwärtigen Ausbildungsstand zur Diskussion zu stellen war das Credo des diesjährigen Theatertreffens in Wien. Während einer Woche durften sich alle 18 Theaterhochschulen mit einem Projekt präsentieren. Gewürdigt wurden in erster Linie die Leistungen der Ensembles.
Die Schauspielstudierenden der Bachelor-Abschlussklasse der Zürcher Hochschule der Künste haben überzeugt. Mit dem Stück "Bluthochzeit" unter der Regie von Martina Eitner-Acheampong erhielten Sie den mit 4000 Euro dotierten Ensemblepreis für ihre Leistung. Die Laudatio von István Szábo, Filmregisseur und Dozent, fiel entsprechend lobend aus:
Der dritte Ensemblepreis in Höhe von 4000 Euro geht an die Zürcher Hochschule der Künste für "Bluthochzeit". Es war eine wunderbare Gruppenarbeit, in der wir auch einzelne schauspielerische Leistungen und Persönlichkeiten sehen konnten, also lebendige Gesichter. Ich erinnere mich an alle Gesichter. Es ist auch deshalb so großartig gewesen, denn manchmal sieht man - ehrlich gesagt - nur Regiearbeiten mit Theorien, die auf den Schultern der Schauspieler sitzen und die manchmal schwer daran zu tragen haben. Aber wie wir von Goethe schon gehört haben: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum." In diesem Sinn haben wir richtiges Leben gesehen.
Zum Theaterstück "Bluthochzeit":
Die Tragödie "Bluthochzeit" von Federico Garcia Lorca bietet eine hochdramatische Untersuchung zum Thema Vernunft (überkommene Regeln) vs. Gefühl (authentische Liebe). Obwohl er seine Geschichte in einer bäuerlich-archaischen Welt entfaltet, sind die Themen heutige: wie man zu sein hat, was Schönheit ist, was Liebe bedeutet wie man leben soll, was Erfolg ist usw. Für die jungen Schauspielstudenten sind diese Fragen für ihren künftigen Beruf elementar. Der Kampf der Figuren im Stück um ihren Lebensstil und das Entdecken der Studenten, dass ihr persönliches Erleben bei der Gestaltung der Charaktere von zentraler Bedeutung ist, ist ein wichtiges Element dieser Arbeit.
Regie: Martina Eitner-Acheampong, Bühnenbild: Jan Steigert, Kostüme: Yvette Schuster, Regieassistenz: Zita Signer, Technische Leitung: Istvan Major | Licht: Götz Dihlmann, Ton: Carlo Raselli | Video: Michel Weber, Textrechte: Suhrkamp Verlag GmbH & Co KG, Berlin
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