Das Institut für Theorie

beschäftigt sich mit Grundlagenforschung im Bereich des Ästhetischen. Das schließt die Philosophie der Künste ebenso ein wie die Frage nach ästhetischen Wissensformen, die Analyse ästhetischer Praktiken sowie die Theorie der Gegenwart  unter den Prämissen einer ‚Ästhetik der Existenz‘.

Ausgangspunkt bildet die Einsicht, dass einerseits die Ästhetik insoweit eine universelle Kategorie darstellt, als es keine kulturelle Praxis gibt, an der sie nicht Anteil hätte. Wie die Wahrnehmung (aisthēsis) zu einem wesentlichen Maße erkenntnisbildend ist und wie Entwurf und Design unmittelbar auf ästhetische Strategien verweisen, so beruhen auch die gesellschaftliche Arbeit, Alltagsrituale oder Träume und Visionen auf impliziten Ästhetiken oder setzen Technik und Kommunikation genauso wie soziale Beziehungen und das Kunstmachen ästhetische Gestaltungen voraus. Andererseits bildet das Ästhetische eine einzigartige Denk- und Handlungsform, die es von den Wissenschaften oder anderen diskursiven Schemata, für die Begriffe leitend sind, unterscheidet.

Im Zentrum der Forschungen des Instituts stehen deshalb ‚ästhetische Epistemologien‘, d.h. solche Theorien, die besonders den Künsten, aber auch ästhetischen Alltagspraktiken eine eigene Erkenntniskraft und Wahrheitsfähigkeit zuschreiben, die Kunst als eine Weise der Argumentation, der Reflexion und experimentellen Forschung versteht, die anders ist als philosophisches Denken, die diesem jedoch in nichts nachsteht. 

Aktuelles aus dem ith

Call for Potentials*: «Micropractice.Gender»
Workshop, 23.—26.11.2014, Trogen, Switzerland organized by the Institute
for Critical Theory at the Zurich University of Fine Arts with the support of
Z+

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