Forschung

AKTUELL

Nicht-Propositionalität und ästhetisches Denken

Ein «Dialog» zwischen Kunst, Musik und Philosophie

am 21. Mai 2013, 13 – 20 Uhr,

mit Alexander García Düttmann, Jochen Gerz, Isabel Mundry und Michaela Ott
sowie Florian Dombois und Dieter Mersch (Leitung)

im Vortragssaal der Zürcher Hochschule der Künste
Ausstellungsstrasse 60
8005 Zürich.

Eine Veranstaltung des FSP Transdisziplinarität und der Universität Potsdam.

Flyer

Programm

Der Forschungsschwerpunkt Transdisziplinarität (fsp-t) bietet Raum für die künstlerische und wissenschaftliche Produktion und Reflexion. Es ist ein Ort, an dem Forschung betrieben wird und an dem sich unterschiedliche Haltungen, Praxen und Methoden aus den Künsten und Wissenschaften gleichberechtigt begegnen. Erstes zentrales Thema sind Modelle und ihre verschiedenen Erscheinungsformen. Dabei geht es um die konkrete künstlerische Modellproduktion, aber auch um theoretische Fragen wie z.B.: Was ist ein Modell - und was ist kein Modell? In welchem Verhältnis stehen Modell und Modelliertes? Inwiefern lässt sich an Modell und Modellierung ein zeitgenössischer Kunstbegriff  schärfen?
Es ist ein grundsätzliches Anliegen des fsp-t, die Künste als Komplement zum wissenschaftlichen Forschungsverständnis ernst zu nehmen und zu entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Gratwanderung, bei der auf der einen Seite die allzu einfache These lockt, dass alle Kunst schon Forschung sei, und auf der anderen Seite die Schleifung der Künste entlang wissenschaftlicher Standards droht. Die Auslotung des spezifischen Potentials der Künste lässt den Forschungsbegriff nicht unberührt, sondern sucht explizit auch nach neuen Formen des Wissens. Dieser Ansatz lässt sich sowohl aus künstlerischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive motivieren.
Die Forschung am fsp-t steht in engem Austausch mit der Lehre. Erstens bieten Forschende Kurse zu ihren Projektthemen an und übermitteln die Forschungspraxis an die Studierenden. Zweitens werden jene Räume, in denen die Forschenden an ihren Projekten arbeiten, während des Semesters auch für die Lehre genutzt, um über die dort erarbeiteten Objektbestände einen Diskurs auf der Basis von Anschauung zu initiieren. Und drittens erhalten Studierende und Studienabgänger die Möglichkeit, über eigene künstlerische Forschungsaufträge an Themen des fsp-t mitzuarbeiten.
Der fsp-t ist auf maximal zwei bis drei gleichzeitige Forschungsprojekte ausgelegt. Das geschieht aus der Überzeugung, dass die angestrebte künstlerische Qualität nur im kleinen Rahmen realisierbar ist. Gleichwohl besteht die Absicht, dass sich Konzepte, Vorgehensweisen, Ergebnisse aus den Aktivitäten des fsp-t für andere Institute und Projekte fruchtbar machen lassen, dass also die Arbeit prototypisch funktioniert.